Struwen

Hallo ihr Lieben, kennt ihr Struwen? Wenn nicht, dann solltet ihr sie unbedingt mal ausprobieren! Struwen sind, denke ich, so ein typisch westfälisches Essen, was es bei uns traditionell am Stillen Fridag gibt. Stillen Fridag kennt ihr auch nicht? Nun ja, das ist einfach der Karfreitag. Bei vielen gibt es ja ein traditionelles Karfreitagsessen. Bei fast allen ohne Fleisch. Oftmals etwas mit Fisch. In Westfalen sind es eben in vielen Familien die Struwen. Aber was sind Struwen denn nun genau? Im Prinzip sind das nichts anderes als kleine und leicht süße Hefepfannkuchen, die in der Pfanne mit ein wenig Pflanzenöl gebacken werden und in denen in der Regel auch Rosinen enthalten sind. Wer keine Rosinen mag lässt sie auch gerne weg. Wir essen Struwen auf jeden Fall sehr gerne auch mit Rosinen drin und dann mit ein wenig Zucker oder auch Zucker-Zimt-Mischung bestreut. Manchmal gibt es sie auch zu anderen Zeiten im Jahr. Was auch besonders gut schmeckt im Herbst zum Beispiel ist, wenn man frische Zwetschgen kleinschneidet und diese statt Rosinen in den Teig gibt. So, in drei Tagen ist aber erst einmal Stiller Fridag 2017 und Zeit für Familie und die klassischen Struwen mit Rosinen.

P.S.: Macht euch nicht verrückt vor dem Hefeteig! Das ist so einfach gemacht. Versprochen!!!

Zutaten (für 4 Personen): 500 g Mehl, 1 Würfel Hefe, 500ml Milch (lauwarm), 2 gehäufte EL Zucker, 1 Prise Salz, 40 g Butter (geschmolzen), 2 Eier, ca. 130 g Rosinen, Öl (z.B. Rapsöl) zum Backen, Zucker oder Zucker-Zimt-Mischung zum Bestreuen

Und so einfach wird's gemacht: Mehl in eine große Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker auf die Hefe geben und mit Milch übergießen. An einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Eier trennen und Eiweiß steifschlagen. Die beiden Eigelbe, Salz und geschmolzene Butter zum Teig geben und alles kräftig vermengen. Das geht am besten mit dem Knethaken einer Küchenmaschine oder des Handmixers. Am Schluss erst die Rosinen und dann den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig dann noch mal für eine gute halbe Stunde gehen lassen. Eine Pfanne mit Öl erhitzen (der Boden sollte gut bedeckt sein).  Pro Struwen kann man gut einen vollen Esslöffel voll Teig nehmen und diesen in die Pfanne geben.  Die Struwen nach und nach im Öl ausbacken. Am besten gelingen die Struwen, wenn man sie bei mittlerer Hitze langsam backt. Wenn ihr sie zu heiß ausbackt, dann werden sie von außen zu dunkel, sind innen aber noch nicht durch. Nach dem Backen noch heiß servieren und nach Geschmack mit Zucker oder einer Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.